Zinnwerke | ein Raum für Kreative, ein Ort für alle in Hamburg Wilhelmsburg
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Das war

Zinnwerke

Zinnwerke

Das heutige Kreativzentrum in den ehemaligen Elektrolysehallen der Wilhelmsburger Zinnwerke befindet sich auf den Flächen – Am Veringhof 7 in Hamburg. Hier vereinen sich backsteinerne Industriegeschichte mit kreativwirtschaftlicher Stadtteilzukunft. 

ein Kreativzentrum in den ehemaligen Elektrolysehallen in Hamburg Wilhelmsburg

ein Kreativzentrum in den ehemaligen Elektrolysehallen in Hamburg Wilhelmsburg

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1903 – 1963

Die Zinnwerke werden 1903 zur Verhüttung von Zinnerzen und zinnhaltigen Rückständen von Dr. Harald Timmermann (1872 – 1930) gegründet. Anfang der 1930er Jahre erfolgt die Erweiterung um die Herstellung von Kupfer in den 2.500 Quadratmeter großen Elektrolysehallen aus dem Jahr 1933 (heute Am Veringhof 7). Die Spuren der Besitz- und Produktionsumstände der Wilhelmsburger Zinnwerke verlieren sich bis zur Stillegung im Jahr 1963. Mit dem Produktionsstopp werden die Zinnwerke demontiert und die heutige Aurubis AG baut die gesamte Firma in Wilhelmsburg ab, um sie samt der Beschäftigten auf die Veddel zum Firmensitz umzuziehen. Lediglich der Betrieb der Mischzinnanlage wird danach bis zum 15.06.1964 aufrechterhalten. Bis zur Stilllegung zählen die Wilhelmsburger Zinnwerke mit einer jährlichen Kapazität von 25.000 Tonnen Kupfer zu den wichtigsten Kupferhütten Deutschlands.

1903 – 1963

Die Zinnwerke werden 1903 zur Verhüttung von Zinnerzen und zinnhaltigen Rückständen von Dr. Harald Timmermann (1872 – 1930) gegründet. Anfang der 1930er Jahre erfolgt die Erweiterung um die Herstellung von Kupfer in den 2.500 Quadratmeter großen Elektrolysehallen aus dem Jahr 1933 (heute Am Veringhof 7). Die Spuren der Besitz- und Produktionsumstände der Wilhelmsburger Zinnwerke verlieren sich bis zur Stillegung im Jahr 1963. Mit dem Produktionsstopp werden die Zinnwerke demontiert und die heutige Aurubis AG baut die gesamte Firma in Wilhelmsburg ab, um sie samt der Beschäftigten auf die Veddel zum Firmensitz umzuziehen. Lediglich der Betrieb der Mischzinnanlage wird danach bis zum 15.06.1964 aufrechterhalten. Bis zur Stilllegung zählen die Wilhelmsburger Zinnwerke mit einer jährlichen Kapazität von 25.000 Tonnen Kupfer zu den wichtigsten Kupferhütten Deutschlands.

1903 – 1963

Die Zinnwerke werden 1903 zur Verhüttung von Zinnerzen und zinnhaltigen Rückständen von Dr. Harald Timmermann (1872 – 1930) gegründet. Anfang der 1930er Jahre erfolgt die Erweiterung um die Herstellung von Kupfer in den 2.500 Quadratmeter großen Elektrolysehallen aus dem Jahr 1933 (heute Am Veringhof 7). Die Spuren der Besitz- und Produktionsumstände der Wilhelmsburger Zinnwerke verlieren sich bis zur Stillegung im Jahr 1963. Mit dem Produktionsstopp werden die Zinnwerke demontiert und die heutige Aurubis AG baut die gesamte Firma in Wilhelmsburg ab, um sie samt der Beschäftigten auf die Veddel zum Firmensitz umzuziehen. Lediglich der Betrieb der Mischzinnanlage wird danach bis zum 15.06.1964 aufrechterhalten. Bis zur Stilllegung zählen die Wilhelmsburger Zinnwerke mit einer jährlichen Kapazität von 25.000 Tonnen Kupfer zu den wichtigsten Kupferhütten Deutschlands.

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1963 – 2011

Nach dem Auszug der Produktion aus den Gebäuden beginnt eine schier endlose Phase der Zwischennutzungen im Zuge von Beschäftigungsmaßnahmen durch überbetriebliche Bildungsträger oder durch Ein-Euro-Jobber. Diese Gemäuer haben viel Kurzfristiges gesehen. Was im Jahre 2011 von den Wilhelmsburger Zinnwerken übrig ist, sind eine leerstehende Lagerhalle mit 2.500 Quadratmetern. Das ehemalige LIDL-Gebäude, sowie auf der gegenüberliegenden Kanalseite die ehemalige Mischzinnhütte, die Hamburgern eher als Filmset und inzwischen geschlossene Veranstaltungshalle unter dem Namen »Soulkitchen« bekannt ist.

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2011 – 2017

Eigentlich ist er 2011 »nur« auf der Suche nach einem Produktionsbüro – gefunden hat Marco Antonio Reyes Loredo über 800 m2 Bürofläche in Form der ehemaligen Maschinenhalle der leerstehenden Fabrik. Es sind bereits 24 verschiedenste Kreative und ein Getränkemarkt am Veringhof 7 eingezogen, als der Senat im Januar 2013 über die (vermeintliche) Zukunft des Areals entscheidet: der zentrale Opernfundus wird in Wilhelmsburg im Reiherstiegviertel realisiert. Die Umsetzung dieses Vorhabens sieht einen Abriss der historischen Zinnwerke sowie weiterer Industriegebäude in der Umgebung vor. Die dort ansässige Künstlerszene und Gewerbetreibenden hätten einem Neubau weichen müssen. Doch die Betroffenen zeigen kollektiven Widerstand und erhalten nicht nur Unterstützung der Bewohnerinnen aus dem Stadtteil – auch von Seiten der Politik gibt es an vielen Stellen Zuspruch für den Erhalt des Kreativzentrums. Die Proteste haben sich gelohnt: im August 2013 erfolgt nach einer erneuten Standortprüfung der Entschluss, dass die Werkstätten und das Requisitenlager ihre Heimat in Rothenburgsort finden werden – die Zinnwerke sind vorerst gerettet. 

Schau.Spiel.Platz.

Schau.
Spiel.
Platz.

Die modularen Installtionen von SCHAU.SPIEL.PLATZ. schaffen seit September 2017 Orte für alle. Die vorhandenen Bedürfnisse der Mieterinnen, Beobachtungen und Wünschen der Wilhelmsburgerinnen waren wichtige Impulsgeber für die Idee zur Installation SCHAU.SPIEL.PLATZ.. Die Gerüstinstallationen machen die Freiräume am Veringkanal zu Experimentierflächen und Orten zum Verweilen. Das Projekt wurde von den Mieterinnen Beate Kapfenberger und Martha Starke von morgen. initiiert. Der Festmonat für und in den Zinnwerken wurde in enger Kooperation mit Hirn und Wanst veranstaltet. Verschiedene thematische Veranstaltungen haben dabei die Grenzen der ehemaligen Elektrolysehalle erprobt. 
Die installative Infrastruktur hat durch das Ermöglichen von Konsumieren und Produzieren von Kultur außerdem gleichzeitig einen Anschub zur kreativen, mittel- und langfristigen Nutzung von den wenig bis nicht genutzten Flächen leisten. 

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